Ressourceneffiziente Betriebsvergrößerung mit neuer Produktionshalle und Büroanbau.
Beim Neubau und bei neuen Anlagen wurde auf Ressourceneffizienz geachtet – Material und Energie im Fokus
weniger Papier
weniger Stahl (weniger Verschnitt)
weniger Abfälle
weniger Strom eingekauft
Die Firma Amon Stahl- und Metallbau mit Sitz in Aalen-Ebnat wurde im Jahr 2001 gegründet und ist ein von Thore Amon inhabergeführtes Unternehmen der Metallbau- und Stahlbaubranche. Mit einem Team von rund 18 Mitarbeitenden plant, konstruiert, fertigt und montiert das Unternehmen individuelle Konstruktionen aus Stahl, Edelstahl und Glas. Zu dem Leistungsspektrum zählen Treppen, Geländer, Balkone, Überdachungen, Türen und Tore sowie Spezialanfertigungen für Industrie-, Gewerbe- und Privatkunden. Dabei setzt Amon Stahl- und Metallbau auf moderne Konstruktionstechnik, hohe Verarbeitungsqualität und eine enge Zusammenarbeit mit Architekten, Bauherren und Auftraggebern.
Bei der Planung des Neubaus wurde sehr auf ressourceneffiziente und umweltschonende Maßnahmen geachtet. Energieversorgung und Produktionsprozesse wurden ganzheitlich optimiert. PV, LED-Beleuchtung und Hybridwärmepumpe sowie reduzierte Flächenversiegelung zahlen sich langfristig aus.
Ausgangssituation
Am alten Standort fielen durch die alte Bausubstanz hohe Energiekosten an. Auch wurde die Produktions- und Lagerfläche knapp, was zu einer Behinderung der Prozesse führte. Beim KEFF+Check im August 2023 sollten Anregungen und Erkenntnisse gewonnen werden, die in den geplanten Neubau einfließen sollten. Mit dem KEFF+Check wurden auf Basis der bestehenden Produktion Empfehlungen für den Neubau entwickelt.
Lösung
Energie
Viele der Anregungen aus dem Check wurden in die Planung für die neue Halle aufgenommen, damit diese ressourceneffizienter als die alte Produktionsstätte wird. Das Gebäude und die Gebäudetechnik wurden mit verschiedenen Maßnahmen energetisch optimiert. Das Potenzial für PV wurde komplett ausgereizt, auch mit Ost-West-Ausrichtung für gleichmäßigeren Ertrag und Batteriespeicher für höheren Eigenverbrauch. Installiert wurden 129 kWp mit einem Batteriespeicher von 30 kWh, wodurch der Eigenverbrauch des PV-Stroms gesteigert werden kann. Für die Wärmeversorgung und Kühlung wurde eine Hybridwärmepumpe gewählt, zusätzliche Wärme wird über Dunkelstrahler realisiert. Um die betriebliche Mobilität nachhaltiger aufzustellen wurden drei E-Fahrzeuge und ein E-Stapler angeschafft und Wallboxen installiert. Die Beleuchtung wurde mittels LED inkl. Bewegungsmelder realisiert, die Druckluftanlage wurde optimiert, ebenso wurde bei der Anschaffung von Geräten und Anlagen grundsätzlich auf Energieeffizienz geachtet.
Material
Durch Investitionen in ein digitales Bohrzentrum, eine automatische Rollenbahn an der Säge, einen 3D-Laser-Scanner mit Kopplung an das CAD-Programm und die Einführung eines modernen EPR-Systems können materialintensive Prozesse effizienter umgesetzt werden. Dadurch ist eine exakte Materialbestellung möglich und es wird Fehlproduktion und Verschnitt reduziert. Die Einführung der papierlosen Buchhaltung spart Papier ein. Eine Dachbegrünung mit Regenwasserversickerung führt zu einem ausgeglichenen Wasserhaushalt auf der Fläche.
Darüber hinaus wurde zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in neue Absaugungen direkt an den Arbeitsplätzen und in einen Klimatower zur zusätzlichen Luftreinhaltung investiert.
Ergebnis
Das digitale Buchungssystem spart ca. 400 kg Papier ein. Die optimierten Produktionsprozesse reduzieren den Verschnitt um ca. 8,5 t. Stahlprodukte, die nicht mehr eingekauft werden müssen. Das weitere Abfallaufkommen konnte um ca. 1 t reduziert werden. 30 MWh des eigenen Stromverbrauchs werden über die PV abgedeckt, der Rest wird eingespeist. Der Autarkiegrad liegt bei 78 %.
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