Gebäude KIRCHNER & WILHELM GmbH + Co. KG
Erfolgsbeispiel

Maßnahmenbündel spart Ressourcen

Umstellung von Kunststoff auf Papier und ein Energie- und Wassermanagement verbessern die Ressourceneffizienz

Schlüsseltechnologien

  • Energieeffizienz
  • Rohstoff- und Materialeffizienz
  • Kreislaufwirtschaft
  • Wasserwirtschaft

Industry

  • Verarbeitendes Gewerbe
209

 kg/a

Kunststofffolie Einsparung

267

 kg/a

Papier Einsparung

5217

 kWh/a

Energie Einsparung

53

 m3/a

Wasser Einsparung

Logo der KIRCHNER & WILHELM GmbH + Co. KG. Weiße Buchstaben auf hellblauem Hintergrund.
Firmenname:
KIRCHNER & WILHELM GmbH + Co. KG

Die Kirchner & Wilhelm GmbH + Co. KG (KaWe) wurde 1890 gegründet und hat ihren Sitz in Asperg bei Stuttgart. Das familiengeführte Medizintechnikunternehmen beschäftigt rund 60 Mitarbeitende am Standort. Das Produktspektrum umfasst Kleindiagnostik-Instrumente wie Otoskope, Ophthalmoskope, Blutdruckmessgeräte, Stethoskope, Reflexhämmer, Stimmgabeln, Metallinstrumente sowie Praxisausstattung. KaWe vertreibt seine Produkte weltweit über den medizinischen Fachhandel und ist in über 100 Ländern präsent.

Durch Optimierungen in der Wärmedämmung und u. a. den Lüftungsanlagen konnte der Strom- und Gasverbrauch reduziert werden. Darüber hinaus wurde die Materialeffizienz durch die Reduzierung von Kunststoffverpackungen und die Wiederverwendung von Papierverpackungen gesteigert. Im Jahr 2025 gehörte KIRCHNER & WILHELM zu den Finalisten beim Gipfelstürmer-Award.

Ausgangssituation

Das Unternehmen war bereits für Fragen der Ressourceneffizienz sensibilisiert, so war zum Beispiel die technische Dokumentation der Produkte papierlos, die Beleuchtung auf LED umgestellt und ein effizientes Beleuchtungskonzept eingeführt. Die Impulse aus dem KEFF+Check konnten dennoch weitere Potenziale zur Steigerung der Ressourceneffizienz im Unternehmen aufdecken. Die Produkte von einem der größten Lieferanten wurden in Polybeuteln oder anderen Plastikverpackungen verpackt geliefert und häufig noch zusätzlich mit Luftpolsterfolie geschützt. Für den Versand wurden zwar bereits die Bedienungsanleitungen durch kleine Karten mit Downloadlink ersetzt, aber auch diese erschienen ersetzbar. Im Bereich Dämmung, Lüftung und Druckluftnetz wurden verschiedene Verbesserungspotenziale aufgezeigt. Darüber hinaus wurde ein Warmwasserspeicher betrieben, der kaum genutzt wurde.

Verpackungsform mit Kunststofffolie
Die alte Verpackungsform mit Kunststofffolie. (KIRCHNER und WILHELM GmbH + Co. KG)
Verpackungsform mit Papier
Umstellung auf Papier, das wiederverwendet wird. (KIRCHNER und WILHELM GmbH + Co. KG)

Lösung

Die aufgedeckten Potenziale wurden gleich mehrfach aufgegriffen und ein ganzer Strauß an Maßnahmen umgesetzt. Weitere interne Dokumentationsprozesse werden mit dem Ziel „papierloses Büro“ digitalisiert.

Regal voller Ordner.
Erforderliche Dokumentation – weitere Papierberge werden durch Digitalisierung eingespart. (KIRCHNER und WILHELM GmbH + Co. KG)

In Zusammenarbeit mit einem der größten Lieferanten wurde das Verpackungskonzept angepasst. Die Kunststofffolie wurde auf Papier als Schutzverpackung umgestellt, bei einigen Produkten konnte auch auf die Luftpolsterfolie verzichtet werden. Das Papier aus den gelieferten Waren wird in die Versandabteilung weitergeleitet und dort zum Polstern der Sendungen verwendet. Bei den Stethoskopen wird der QR-Code für den Download der Bedienungsanleitung nun direkt auf den Umkarton gedruckt und die extra Karte eingespart. Das Konzept soll auf andere Produkte übertragen werden. Wo die Kunststoffbeutel nicht ersetzbar sind, wird angestrebt, auf recyceltes Material umzusteigen. Es wurde ein Wassermanagement eingeführt, das insbesondere auf optimale Bestückung der betriebsinternen Waschvorgänge abzielte.

Downloadcode für die BDA auf der Verpackung
Downloadcode für die BDA auf der Verpackung spart die Einlegekarte ein. (KIRCHNER und WILHELM GmbH + Co. KG)

Auch im Bereich Energieeffizienz wurden Projekte umgesetzt. Die Dämmung des Serverraums und der Außentüre wurde verbessert, ein Druckluftmanagement eingeführt, das die Betriebsstunden der Kompressoren wesentlich reduzierte und die Lüftungsanlage in den Umkleiden wurde durch den Einsatz eines Bewegungsmelders optimiert. Der kaum benötigte Warmwasserspeicher wurde außer Betrieb genommen.

Weitere Projekte sind geplant: Umstellung des ERP-Systems, um den Materialfluss weiter zu optimieren, Druck des QR-Codes für die Bedienungsanleitungen auch auf den Polybeuteln.

Ergebnis

Die Vielzahl an Maßnahmen brachte unterschiedliche Einsparungen. Durch die Umstellung im Verpackungsbereich können ca. 209 Kilogramm Kunststoffverpackungen im Jahr eingespart werden. Die Umstellung der Downloadkarte zum QR-Code auf der Umverpackung spart ca. 267 Kilogramm Papier pro Jahr ein. Die energetischen Optimierungen führten zusammengefasst zu einer Einsparung von ca. 3000 Kilowattstunden Strom pro Jahr und etwa 2000 Kilowattstunden Gas pro Jahr. Durch den aus der Nutzung genommenen Warmwasserspeicher und ein eingeführtes Wassermanagement wird zusätzlich zur Energie auch Wasser eingespart.

Portraitfoto Regina Kirchner-Gottschalk

„Auch wir als KMU verfolgen das Ziel, einen Beitrag zur Verbesserung der Umwelt zu leisten. Der KEFF+Check hat uns weitere Potenziale zur Optimierung aufgezeigt.“

Regina Kirchner-Gottschalk
Geschäftsführung KIRCHNER & WILHELM GmbH + Co. KG

Ansprechpartnerin

Sandrina Lerch

Leitung Qualitätsmanagement

KIRCHNER & WILHELM GmbH + Co. KG
Eberhardstr. 56
71679 Asperg
Deutschland

Partner

Auszeichnungen

Icon Gipfelstürmer
KEFF+Label