Außenfassade Ridi
Erfolgsbeispiel

Mit Köpfchen und ohne Invest viel Energie gespart

Energiemanagementsystem richtig genutzt, Energieverschwendung aufgespürt, Ursachen beseitigt

Schlüsseltechnologien

  • Energieerzeugung, -verteilung und -speicherung
  • Energieeffizienz
  • Klimaschutz

Industry

  • Verarbeitendes Gewerbe
Stand:
600

 MWh/a

Strom eingespart

1770

 MWh/a

Wärme eingespart

>22t

[CO2e/a] eingespart

Das Logo von Ridi in dunkelblauen Druckbuchstaben
Firmenname:
RIDI Leuchten GmbH

Die RIDI Leuchten GmbH entwickelt und produziert technische wie auch designorientierte Leuchten für den Innenraum, Lichtbandsysteme und Steuerungen – in großen Serien ebenso wie als maßgeschneiderte Sonderlösungen. Dabei steht neben Kundenorientierung und technischer Kompetenz das nachhaltige Handeln im Fokus: Durch langlebige, energieeffiziente Produkte ebenso wie durch konsequent umwelt- und ressourcenschonende Produktion. Gegründet 1952, betreibt RIDI neben dem Stammsitz im schwäbischen Jungingen weitere Produktionsstandorte in Deutschland und Polen sowie Tochterfirmen im europäischen Ausland. Mit seinen rund 600 Mitarbeitenden erwirtschaftete RIDI 2023 einen Gruppenumsatz von über 137 Mio. Euro.

Es muss nicht immer die große Investition sein, um die Ressourceneffizienz zu verbessern. Systematische Transparenz über Verbrauchsdaten und deren Analyse führte bei RIDI über einfache Anpassungen im Betrieb zu enormen Energieeinsparungen, die sich sofort auch betriebswirtschaftlich gerechnet haben.

Ausgangssituation

Am Standort werden unterschiedliche Produktionslinien für die verschiedenen Leuchtentypen betrieben. Gehäuse und Komponenten werden vor Ort gefertigt, und in der Endmontage zum verkaufsfertigen Produkt montiert. Die Wärmeversorgung im Betrieb war bereits auf ein Biomasseheizkraftwerk umgestellt.

Es waren bereits teilweise hohe Energieverbräuche aufgefallen, die Ursachensuche war jedoch noch nicht abgeschlossen. Aufschluss über die Verteilung von Verbräuchen sollte ein neues Energie-Monitoring System von Siemens geben. Auf dieser Basis wurde ein KEFF+Check vereinbart, um nach weiteren Optimierungspotenzialen im Unternehmen zu suchen.

Landschaft mit Hochregallager
Die Wärmeversorgung des Hochregallagers konnte optimiert werden. (RIDI Leuchten GmbH)

Lösung

Mittels des vorhandenen digitalen Energie-Monitoring konnten genaue Analysen von Verbräuchen durchgeführt und gezielt an auffälligen Stellen reduziert werden.

Stromzähler
Die Stromzähler erfassen den Stromverbrauch der einzelnen Bereiche und kommunizieren diese an das Siemens Energiemonitoring. (RIDI Leuchten GmbH)

So wurde allein im Jahre 2025 der Durchfluss von Pumpen reduziert und angepasst - wodurch sich jährlich Strom für über 30.000 Euro sparen lässt. Bei der systematischen Überprüfung der Wärmeverbräuche konnte ein defektes Stellglied lokalisiert werden, welches rund 50.000 Euro Wärmekosten pro Jahr erzeugt hat, da die Wärme falsch verteilt worden ist. Das Stellglied wurde ersetzt. Ebenso wurden Ventile im Heizungskreislauf im Sommer geschlossen, welche weitere 15.000 Euro Wärmekosten für nicht benötigte Wärme verursacht haben.

Damit ist der Prozess aber noch nicht abgeschlossen. Als nächstes Projekt sollen die Verbräuche der Kälte-Erzeugung genauer analysiert werden und ebenfalls mit Versuchen gedrosselt werden. Insgesamt plant das Energie-Team bei RIDI bis 2030 bis zu 230.000 Euro jährlich an Energiekosten einzusparen in Relation zu 2024.

Stellglieder Stromzähler
Das alte Stellglied war der Übeltäter für unnötigen Energieverbrauch. (RIDI Leuchten GmbH)

Ergebnis

Allein über die systematische Analyse der Daten, die das Energiemanagementsystem (EMS) bereitstellte, konnten auffällige Verläufe identifiziert werden. Durch die Umstellungen an den als besonders energieintensiv auffallenden Stellen konnten enorme Einsparungen erzielt werden. Besonders bemerkenswert ist, dass diese Einsparungen über mehrere Jahre ohne große Sachinvestition erzielt wurden. Die Stromeinsparungen belaufen sich auf insgesamt rund 600 Megawattstunden pro Jahr. Im Bereich der Heizung kann der Wärmeverbrauch um über 1770 Megawattstunden pro Jahr reduziert werden. Hier zeigt sich, dass nicht nur Investitionen in neue Anlagen oder Aggregate die Energieeffizienz steigern können, sondern häufig die systematische Analyse der Verbräuche und daraus abgeleitete Anpassungen erfolgversprechend sind. Letztendlich hat sich damit auch die bereits getätigte Investition ins EMS gelohnt.

Thomas Straub

„Ressourceneffizienz erfordert nicht zwingend neue Technik oder hohe Investitionen – unser Beispiel zeigt, dass bereits durch einfache Analyse und Anpassungen große Einsparungen erzielt werden können.“

Thomas Straub, Leitung Qualitätsmanagement
RIDI Leuchten GmbH

Ansprechpartner

Thomas Straub

Thomas Straub

Leitung Qualitätsmanagement

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Hauptstraße 31-33
72417 Jungingen
Deutschland

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