Gute Ideen konsequent weitergeführt
Effizienz auf allen Ebenen
MWh/a
Stromverbrauch durch LED-Beleuchtung eingespart
MWh/a
zusätzliche Eigennutzung von PV-Strom prognostiziert
am Standort neu (insgesamt 20)
Die ARNO GmbH mit Sitz in Wolfschlugen, Baden-Württemberg, ist ein 1936 gegründetes, in dritter Generation familiengeführtes Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitenden. International tätig mit fünf Standorten weltweit, entwickelt und realisiert die Unternehmensgruppe Displays, Shop-in-Shop-Systeme sowie individuelle Ladenbaulösungen.
ARNO ist seit 2008 nach ISO 14001 zertifiziert. Das Unternehmen engagiert sich als Klimabündnispartner des Landes Baden-Württemberg, ist Mitglied bei BAUM e. V. und unterstützt die Kampagne „CEO bekennen Farbe“ der Initiative Pro Recyclingpapier. Für sein kontinuierliches Engagement wurde ARNO 2025 vom Umweltministerium als Zukunfts.Länd.Macher ausgezeichnet.
Wie lassen sich Energie- und Materialeffizienz nicht nur einzeln, sondern im Zusammenspiel verbessern? ARNO betrachtet die Stellschrauben entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von der Produktentwicklung über Gebäude und Produktion bis zur Energieversorgung und Mobilität. Der KEFF+Check half dabei, bestehende Ansätze systematisch zu bewerten und weitere Potenziale zu konkretisieren.
Ausgangssituation
Als Anbieter individueller Lösungen für den Einzelhandel kann ARNO bereits bei der Entwicklung beeinflussen, wie effizient Materialien und Energie eingesetzt werden. Was früh in der Konstruktion entschieden wird, wirkt sich über die gesamte Nutzungsdauer aus: auf den Materialeinsatz, die Lebensdauer, Reparaturmöglichkeiten und die spätere Wiederverwendung. Gemeinsam mit S-TEC untersuchte ARNO, welchen Beitrag modulare Produktkonzepte zur Reduktion von Treibhausgasemissionen leisten können. Die Ergebnisse wurden auf dem Kongress BW 2025 vorgestellt.
Aufgabe beim KEFF+Check war es, Gebäude und Produktionsprozesse zu analysieren und konkrete Potenziale für mehr Energie- und Materialeffizienz aufzudecken.
Lösung
Der KEFF+Check schärfte den Blick auf das Zusammenspiel von Energie- und Materialeffizienz und machte weitere Ansatzpunkte am Standort sichtbar.
Materialeffizienz
Setzte schon vor dem KEFF+Check bei ARNO dort an, wo die entscheidenden Weichen gestellt werden: in der Produktentwicklung.
Fünf Designrichtlinien für Langlebigkeit, Ressourceneffizienz, Reparierbarkeit, Demontage und Recycling bilden die Grundlage jedes Projekts. Für Tiefziehteile setzt ARNO APET mit einem Rezyklatanteil von bis zu 80 % ein. Darüber hinaus verwendet ARNO Acrylglas, das zu 100% aus recyceltem PMMA besteht. Druck- und Hygienepapiere werden aus Recyclingmaterial bezogen.
Energieeffizienz
setzt bei ARNO an mehreren Stellen an: Erzeugung, Speicherung und Verbrauch von Energie werden zunehmend aufeinander abgestimmt. 2026 wurde ein Batteriespeicher mit integriertem Energiemanagementsystem in Betrieb genommen. Überschüssiger Solarstrom kann dadurch zeitversetzt genutzt, der Eigenverbrauch der Photovoltaikanlage erhöht und Lastspitzen reduziert werden.
Parallel wurden zwei Hallen vollständig auf energieeffiziente LED-Beleuchtung umgestellt und wärmegedämmte Verladetore installiert. Die Ladeinfrastruktur wurde von 8 auf 20 Ladepunkte erweitert und steht Mitarbeitenden ebenso wie externen Partnern zur Verfügung. Bis 2030 soll der Fuhrpark vollständig elektrifiziert werden.
Als weiterer Schritt ist die Installation einer Hybrid-Wärmepumpe vorgesehen. Die dafür erforderlichen Heizlastberechnungen und eine raumweise Bedarfsanalyse wurden bereits beauftragt.
Ergebnis
Mit dem Batteriespeicher und der auf 20 Ladepunkte erweiterten Ladeinfrastruktur schafft ARNO die Voraussetzungen dafür, selbst erzeugten Solarstrom künftig noch stärker am Standort zu nutzen. Direkt nach der Installation des Batteriespeichers wurde der Standort an einigen Tagen vollständig mit selbst erzeugtem Solarstrom versorgt. Durch die Elektrifizierung des Fuhrparks ließ sich der Verbrauch fossiler Kraftstoffe zwischen 2020 und 2025 um 90.560 kWh reduzieren und durch Strom aus erneuerbaren Quellen ersetzen. Die Umstellung auf energieeffiziente LED-Beleuchtung wird den Stromverbrauch nach einer im Rahmen der Lichtplanung erstellten Prognose um rund 84.320 kWh/a reduzieren.
Die Maßnahmen greifen an mehreren Stellen ineinander: Sie senken den Energieverbrauch, ersetzen fossile Kraftstoffe und bauen die Nutzung des selbst erzeugten Solarstroms weiter aus. Damit verbindet ARNO unterschiedliche Effizienzpotenziale zu einem abgestimmten Gesamtkonzept.
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