Eco Scouts und Investitionen sparen Ressourcen ein
Mit Sensibilisierungsmaßnahmen, Schulungen und Investitionen ganzheitlich ans Thema Ressourceneffizienz gedacht
Holz eingespart
Strom eingespart
Die ELWEMA Automotive GmbH entwickelt als globaler Marktführer automatisierte Lösungen für die Reinigung, Prüfung und Montage für vielfältige Anwendungen. Das 1979 gegründete Unternehmen mit Sitz in Ellwangen/Jagst (Baden-Württemberg) beschäftigt rund 190 Mitarbeitende und beliefert weltweit führende Automobilhersteller und Zulieferer. Mit Anlagen und Systemen, die auf fünf Kontinenten in mehr als 20 Ländern und an über 70 Kundenstandorten im Einsatz sind, steht ELWEMA für innovative und maßgeschneiderte Automatisierungstechnik.
Ein Schwerpunkt bei Elwema liegt auf der Weiterbildung und Sensibilisierung der Mitarbeitenden. Motivierte ECO-Scouts suchen nach Potenzial. Auch die Informationsbasis wird mittels EMS verbessert, um Potenziale aufzudecken. Die Folge sind viele Energieprojekte wie LED, PV und E-Mobilität.
Ausgangssituation
Mit den eigenen Fertigungsschritten von der CNC-Bearbeitung bis zur Montage der Anlagen ergeben sich im Unternehmen viele Anhaltspunkte zur Optimierung der Ressourceneffizienz.
Durch die Zertifizierung nach ISO 14001 existiert bereits ein systematischer Zugang zu Themen des Umweltschutzes. Da lag die Vereinbarung eines KEFF+Checks nahe.
Lösung
Material
Die Palettenrahmen für Vorprodukte, die ursprünglich aus Holz waren, wurden durch entsprechende Rahmen aus Karton ersetzt. Die Mitarbeiter werden quartalsweise über aktuelle Nachhaltigkeitsthemen im Unternehmen und die Energie- und Abfallbilanz informiert. Daraus sollen Verbesserungsvorschläge abgeleitet werden.
Energie
Es wurde eine PV-Anlage mit 99,68 Kilowatt Peak installiert. Zur Förderung der E-Mobilität wurden vier Ladepunkte installiert, die sowohl für Mitarbeiter als auch Kunden zugänglich sind. Verbliebene alte Beleuchtungskörper wurden durch LED ersetzt. Fünf Azubis durften sehr erfolgreich am Eco Scouts Programm Ostwürttemberg teilnehmen und mit dem ersten Platz abschließen. Ein Energiemanagementsystem mit maschinengenauer Erfassung wurde installiert und wird weiter ausgebaut. Aus den Ergebnissen sollen weitere Maßnahmen abgeleitet werden. Das gleiche Ziel wird mit der Lastganganalyse über die folgenden Jahre angestrebt.
Zukünftig soll die PV weiter ausgebaut und gegebenenfalls mit einem Energiespeicher erweitert werden. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Pforzheim werden aktuell zwei Projekte bearbeitet, einmal soll eine LCA für eine Maschine erstellt werden und in einem anderen Projekt mit Masteranden werden Ansätze für Materialeinsparungen an Maschinen abgeleitet.
Ergebnis
Durch die Verpackungsumstellung werden ca. 500 Kilogramm Holz pro Jahr eingespart. Die PV wird potenziell ca. 100 Megawattstunden Strom pro Jahr produzieren, damit konnten ca. 30 Prozent des eigenen Verbrauchs abgedeckt werden. Ein Teil des Stroms wird eingespeist. Durch die Umstellung auf LED wird im Bereich Beleuchtung ca. 25 Prozent Energie eingespart.
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